Die Stadt Jerusalem in Israel

Jerusalem, zwischen den Judäischen Bergen und dem Toten Meer gelegen, ist die Hauptstadt Israels, in der rund 770.000 Einwohner leben. Christen, Juden und Muslime sehen Jerusalem gleichermaßen als heilige Stadt an und besuchen den Ort, um auf den Spuren ihres Glaubens zu wandeln.

Jerusalems Altstadt ist von einer Mauer aus dem 16. Jahrhundert umgeben und in vier Bezirke geteilt: ein armenischer, ein christlicher, ein jüdischer und ein muslimischer. Besonders in den drei letztgenannten Bezirken befinden sich bedeutende Sakralbauwerke. Im christlichen Viertel etwa liegt die Grabeskirche, die an der überlieferten Stelle der Kreuzigung Jesu errichtet wurde. Die weltweit bekannteste Sehenswürdigkeit im jüdisches Viertel ist die Klagemauer. Im muslimischen Viertel, dem größten Bezirk der Altstadt, befindet sich unter anderem der Teich Bethesda, eine Zisterne, der Heilkräfte zugesprochen werden. Die gesamte Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Der umstrittenste Bereich Jerusalems und zugleich einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt ist der Tempelberg, auf dem früher jüdische Tempel errichtet waren, heute aber muslimische Sakralbauten stehen. Besuchern, die keine Muslime sind, ist der Zugang zum Tempelberg nur unter strengen Sicherheitsvorschriften und mit Einschränkungen erlaubt, was immer wieder zu Kontroversen führt.

Die Stadt Jerusalem ist auch für ihre zahlreichen Museen bekannt, die sich mit Religionsgeschichte, Volkskunst und Archäologie befassen.